Produktivität & Zusammenarbeit
Zoom AI Companion
Zoom Communications, Inc. · Multimodal
Bewertet: Zoom AI Companion, in Zoom Workplace Pro/Business inklusive (ohne Aufpreis)
Zuletzt geprüft: 2026-08-21 · Aktuell
Mit KI-Unterstützung erstellt
Verfügbare Tarife
Zoom Workplace Basic ohne Zahlungsmittel per Self-Signup nutzbar; AI Companion Basic stark eingeschränkt (3 Meeting-Summaries/Monat, 20 AI-Queries, 3 Note-takings). Kein vollwertiger AI-Companion-Zugang.
Bezahlte Zoom-Workplace-Pläne (Pro, Business, Business Plus, Enterprise) mit vollwertigem AI Companion 3.0 ohne Aufpreis. Unbegrenzte Meeting-Summaries, Chat/E-Mail Compose, Agentic Retrieval, AI Notetaker. Für EU-Kunden mit ZM+-Deployment verfügbar.
Zusatzmodul (+12 USD/Nutzer/Monat) mit erweiterten Features (Drittplattform-Notetaking, Custom Templates, eigene Knowledge Bases). Für EU-Kunden auf EU-regionsspezifischer Infrastruktur in Standardkonfiguration nicht verfügbar (Workaround via ZM+). Nicht bewertet.
4 Kernfragen
Training mit Nutzungsdaten
Nein
Selbst prüfen
Customer Content (Audio, Video, Chat, Screen Sharing, Anhänge und ähnliche Kommunikationsinhalte) wird nicht zum Training von Zooms oder Drittanbieter-KI-Modellen genutzt. Dieser Befund ist dreifach durch Zoom-eigene Dokumente belegt: im Zoom Privacy Statement (Stand 2026-07-27, wörtlich: "Zoom does not use any of your audio, video, chat, screen sharing, attachments or other communications-like Customer Content to train Zoom's or its third-party artificial intelligence models."), im Support-KB0057861 ("Zoom does not use any of your audio, video, chat, screen sharing, attachments, or other communications-like customer content...to train Zoom's or its third-party artificial intelligence models.") und im Data Governance and Privacy Whitepaper. Ergänzend: Für Drittanbieter-Subprozessoren (Anthropic, OpenAI) ist Zero Data Retention vertraglich vereinbart; diese erhalten keinen dauerhaften Zugriff auf Kundendaten. Vorbehalt: Service Generated Data (Telemetrie, Produktnutzungsdaten, Diagnosedaten) ist von dieser Einschränkung ausgenommen und darf laut Privacy Statement für maschinelles Lernen einschließlich Training genutzt werden. Quellen: Zoom Privacy Statement, How Zoom AI features handle your data KB0057861, Data Governance and Privacy Whitepaper
Speicherung ausschließlich EU
Abhängig von der Konfiguration
Für EU-Kunden gilt ZM+ (Zoom Managed Plus) als Standard-Deployment: KI-Verarbeitung erfolgt über Amazon Bedrock auf dedizierten EU-Instanzen sowie über Zoom-eigene Modelle in EU-Rechenzentren, kein Direkttransfer an Anthropic. Das Feature-Availability-Whitepaper belegt: "ZM+: available in the United States, Europe, and Australia"; der AI-Residency-Blog bestätigt: "For customers provisioned in the EU or AU, Zoom uses ZM+ (or customers can choose ZMO) to support account data residency preferences for available features." ZMO (Zoom Managed Only, nur Zoom-eigene Infrastruktur ohne Drittmodell-Transfer) ist als strengere Option wählbar. Im Federated-Modus (ZM+ mit Perplexity, Google Gemini etc. als Zusatzmodelle) können Daten global verarbeitet werden. Kein pauschales "EU-only": bei Federated-Modell-Routing ist globale Verarbeitung möglich; dataStorageEuOnly=yes wäre nur bei reinem ZMO-Betrieb belegt. Eine öffentliche Länderliste mit Deutschland explizit ist zum Prüfzeitpunkt nicht verfügbar; der Vorbehalt "may not be available for select regional customers" besteht formal. Quellen: Feature Availability Whitepaper, AI Data Residency Options, Models, Processing, Storage Whitepaper
Aufbewahrung & Löschung
vom Anbieter nicht transparent gemacht
Zwei getrennte Retention-Regime: Erstens, Drittanbieter-Subprozessoren (Anthropic, OpenAI): Zero Data Retention vertraglich vereinbart; temporäre Speech-to-Text-Daten werden nach Verarbeitung verworfen und sind nicht wiederherstellbar (Data Governance Whitepaper). Zweitens, Zoom-eigene Haupt-Retention (Meeting-Summaries, Notetaker-Ergebnisse, Konversationskontext): Das globale Zoom DPA sieht Löschung auf Anfrage und nach Vertragsende vor; dieser Passus ist eine Vertragsbeendigungs- bzw. Anfrageklausel, kein Beleg für sofortige anbieterseitige Löschung nach einzelner Nutzeraktion. Konkrete Aufbewahrungsfristen für AI-Companion-spezifische Ausgabedaten sind aus öffentlichen Primärquellen nicht belegt. Eine nutzerseitige Löschfunktion für Meeting-Summaries im UI ist nicht per Primärquelle belegbar. Angabe nicht per Primärquelle belegbar; retention=unknown. Service Generated Data (Telemetrie) unterliegt separaten Regeln, ebenfalls ohne belegte Frist. Quellen: Data Governance and Privacy Whitepaper, Zoom Global DPA, Zoom Privacy Statement
Drittlandtransfer-Grundlage
EU-US Data Privacy Framework
Zoom Communications, Inc. selbst ist im EU-US Data Privacy Framework zertifiziert (Participant-ID 5728, Selbstbescheinigung seit 10. Juli 2023). Das Privacy Statement (Stand 2026-07-27) bestätigt unter dem aktuellen Firmennamen: "Zoom Communications, Inc. [...] are adhering to the DPF Principles" (inkl. UK Extension und Swiss-U.S. DPF). Ergänzend sind Standardvertragsklauseln (2021-Fassung) im globalen Zoom DPA für EEA-Transfers verankert; die GDPR-Seite bestätigt SCCs seit 2021. Wichtige Abgrenzung: Die US-basierten AI-Subprozessoren (Anthropic, Perplexity, Suki AI) sind nicht über Zooms DPF-Zertifizierung gedeckt; für diese Transfers greifen zusätzliche Standardvertragsklauseln (SCC), wie in der SP-Liste für alle AI-Subprozessoren bestätigt. Hinweis: Der DPF-Registereintrag (Participant-ID 5728) lief ursprünglich auf den früheren Firmennamen "Zoom Video Communications, Inc."; nach der Umbenennung am 25.11.2024 ist die Selbstzertifizierung im Privacy Statement unter dem neuen Namen bestätigt, die Aktualisierung des Registereintrags selbst ist nicht per Primärquelle belegbar. Quellen: Zoom Privacy Statement, Zoom DPF-Registereintrag, Zoom GDPR-Seite, Zoom Global DPA, Zoom Third-Party Subprocessors
Quick-Facts
Überblick
Kurzbeschreibung
Zoom AI Companion ist Zooms eingebetteter KI-Assistent, ohne Aufpreis in den bezahlten Zoom-Workplace-Plänen (Pro, Business, Business Plus, Enterprise) enthalten. Version 3.0 (GA Dezember 2025) umfasst Meeting-Summaries, Chat-/E-Mail-Komposition, Agentic Retrieval aus Google Drive/OneDrive und einen AI Notetaker. Für EU-Konten ist er über ZM+ (Standard) und ZMO verfügbar. Er unterscheidet sich von ZoomMate (Agenten-Plan, NA-only) und vom Custom AI Companion Add-on durch das Inklusions-Modell und den auf Kommunikation fokussierten Funktionsumfang ohne Cross-System-Connector-Agentik.
Verdichtetes Urteil
Zoom AI Companion (in Workplace Pro/Business ohne Aufpreis) ist für DACH-Kunden das buchbare Zoom-KI-Angebot. EU-Kunden werden standardmäßig über ZM+ betrieben (Amazon Bedrock EU + Zoom-Modelle), ZMO ohne Drittmodelle als Option. Customer Content wird laut Zoom Privacy Statement (Stand 2026-07-27) nicht zum KI-Training genutzt — dreifach belegt (Privacy Statement, KB0057861, Data Governance Whitepaper); bei Subprozessoren (Anthropic, OpenAI) gilt vertraglich Zero Data Retention. Das globale Zoom DPA ist automatisch in die Nutzungsbedingungen eingebunden (AI Companion nicht namentlich, gilt für "Zoom services"). Als US-Anbieter nutzt Zoom das EU-US Data Privacy Framework (Participant-ID 5728) und SCC als Transfergrundlage. Die Zertifikate ISO 27001/27701/27017/27018, SOC 2 Type II und BSI C5 nennen "Zoom AI Companion" explizit im Scope — ein zentraler Unterschied zu ZoomMate. Das riskProfile ist mittel: starke Datenschutz-/Sicherheitsbasis (trainsOnUserData=no, ZM+-EU-Verarbeitung, vollständige SP-Liste, breite Zertifizierung), aber Drittlandtransfer-Abhängigkeit, fehlendes Copyright-Indemnification-Programm und Shadow-IT-Potenzial über den kostenlosen Basic-Tier.
Funktionsbeschreibung
Zoom AI Companion 3.0 (GA Dezember 2025) ist ein in Zoom Workplace eingebetteter KI-Assistent für Kommunikations- und Produktivitätsaufgaben. Er operiert in vier Funktionsbereichen: erstens Meeting-Intelligenz (automatische Meeting-Summaries und Transkription, AI Notetaker, Post-Meeting-Follow-up mit Aktionspunkten), zweitens Kommunikations-Komposition (Chat Compose, E-Mail Compose, Agentic Writing Mode für länge Texte), drittens Agentic Retrieval (permissions-aware Suche in Google Drive und OneDrive, Daily Reflection Reports aus Meeting-Kontext) und viertens persönliche Produktivität (Personal Workflows in Beta, AI-gestützte Vorbereitung auf geplante Meetings).
Der Assistent nutzt Zooms "Federated AI"-Ansatz: Ein Zoom-eigenes Qualitätsbewertungsmodell (Z-Scorer) routet Anfragen an das jeweils geeignetste Modell aus Zoom-eigenen Modellen und Drittanbieter-LLMs (Anthropic Claude, OpenAI GPT, Perplexity für Websuche, ElevenLabs für Audio, Google Gemini, AWS Rekognition). Für EU-Kunden ist ZM+ das Standard-Deployment (Anthropic via Amazon Bedrock auf dedizierten EU-Instanzen, kein Direkttransfer an Anthropic); ZMO (nur Zoom-eigene Infrastruktur, kein Drittmodell-Transfer) ist über das Account-Team wählbar.
Seit 26.01.2026 müssen Meeting-Teilnehmer bei Aktivierung von AI-Companion-Features einen Disclaimer bestätigen.
AI Companion unterscheidet sich von ZoomMate durch das Inklusions-Modell (kein eigener Plan, kein Credits-System), den auf Meeting/Kommunikation fokussierten Umfang (kein Salesforce-/Workday-/ServiceNow-Connector, kein Web-Browser-Agent) und die vollständige EU-Verfügbarkeit ohne EMEA-Rollout-Vorbehalt.
Quellen: AI Companion 3.0 Launch, Feature Availability Whitepaper, Models, Processing, Storage, AI Data Residency Options, How Zoom AI features handle your data
Funktionen
- Meeting-Summaries (unbegrenzt) und automatische Transkription mit AI Notetaker
- Post-Meeting-Follow-up mit automatisch generierten Aktionspunkten
- Chat Compose und E-Mail Compose (KI-gestützte Texterstellung im Kommunikationskontext)
- Agentic Retrieval aus Google Drive und OneDrive (permissions-aware)
- Daily Reflection Report (Tagesübersicht auf Basis von Meeting-Kontext)
- Agentic Writing Mode für längere Dokumente
- Personal Workflows (Beta) zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben
- Federated AI: Modell-Routing über Anthropic Claude, OpenAI GPT, Perplexity, ElevenLabs, Google Gemini, AWS Rekognition per Z-Scorer
- EU-Deployment via ZM+ (Amazon Bedrock EU-Instanzen) oder ZMO (nur Zoom-eigene Infrastruktur, konfigurierbar)
Preismodell
In Zoom Workplace Pro (~14,99 USD/Nutzer/Monat jährlich) und Business (~19,99 USD/Nutzer/Monat jährlich) ohne Aufpreis enthalten. Preisangaben in EUR auf zoom.us/pricing verfügbar. Custom AI Companion Add-on (erweiterte Features, Drittplattform-Notetaking) kostet zusätzlich 12 USD/Nutzer/Monat. Aktuelle Preise: https://zoom.us/pricing/aic
Datenschutz (DSGVO)
Verarbeitete Daten
- Audio und Video aus Meetings und Webinaren (Transkription, Zusammenfassung)
- Chat-Nachrichten und E-Mail-Entwürfe (Chat Compose, E-Mail Compose)
- Meeting-Transkriptionen und -protokolle (AI Notetaker, Post-Meeting-Follow-up)
- Dokumente aus verbundenen Cloud-Speichern (Google Drive, OneDrive) via Agentic Retrieval
- Nutzeranfragen (Freitext) und Konversationskontext
- Service Generated Data: Telemetrie, Produktnutzungsdaten, Diagnosedaten (Zoom-eigentümerschaft; darf für ML genutzt werden)
Datenschutzrechtliche Einordnung
Zoom Communications, Inc. agiert als Auftragsverarbeiter (Processor) für Customer Content; Nutzerorganisationen sind Verantwortliche (Controller). Das globale Zoom DPA ist automatisch in die Nutzungsbedingungen eingebunden und begründet das Auftragsverarbeitungsverhältnis nach Art. 28 DSGVO ohne separate Unterschrift. AI Companion ist im DPA-Text nicht explizit namentlich aufgeführt; die Geltung ergibt sich aus dem allgemeinen "Zoom services"-Scope.
Datenbreite: AI Companion verarbeitet Meeting-Inhalte (Audio, Video, Transkriptionen), Kommunikationsdaten (Chat, E-Mail-Entwürfe) und Dokumente aus verbundenen Speichern. In Meeting-Kontexten können besondere Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO anfallen (z. B. Gesundheitsinformationen in Meetings), ohne dass dies explizit beabsichtigt ist; art9DataPossible=depends-on-use.
Als US-Anbieter greift DPF (Participant-ID 5728) als primäre Drittlandtransfer-Grundlage; SCCs sind subsidiär im DPA verankert. Für EU-Kunden ist ZM+-Deployment Standard (EU-Verarbeitung), was das Transferrisiko bei AI-Verarbeitungsschritten reduziert. Im Federated-Modus können einzelne Anfragen an US-basierte Drittmodelle (Perplexity, Google Gemini) geleitet werden; diese Subprozessoren nutzen SCCs.
Zoom hat explizit dokumentiert, dass Customer Content nicht zum Modelltraining genutzt wird. Service Generated Data (Telemetrie) fällt nicht unter diesen Schutz.
Quellen: Zoom Global DPA, Zoom Privacy Statement, Zoom GDPR-Seite
Art. 5 DSGVO (Grundsätze)
Zweckbindung (Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO): Customer Content wird laut Privacy Statement nur für "Permitted Uses" (Erbringung des Dienstes) genutzt, nicht für Modelltraining. Agentic Retrieval aus Google Drive und OneDrive greift auf Inhalte zu, für die der Nutzer bereits Berechtigungen hat; die Zwecke der Ausgangssysteme müssen die KI-Aufbereitung decken.
Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO): Agentic Retrieval ist permissions-aware (kein Zugriff über bestehende Berechtigungen hinaus); OAuth-Scopes für Drive-Connectors sollten auf das Minimum beschränkt werden. Meeting-Zusammenfassungen erfassen den gesamten Meeting-Inhalt; Admins können AI-Features selektiv aktivieren.
Integrität und Vertraulichkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO): TLS 1.2+/AES-256 bei Übertragung und Ruhezustand belegt; Zero Data Retention bei Drittmodell-Subprozessoren (Anthropic, OpenAI) vertraglich vereinbart. Data Governance Whitepaper als maßgebliche Primärquelle.
Quellen: Zoom Privacy Statement, Data Governance and Privacy Whitepaper
Art. 6 DSGVO (Rechtsgrundlagen)
Typische Rechtsgrundlage bei Unternehmenseinsatz: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für interne Kommunikations- und Produktivitätszwecke; Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) für die Nutzung von KI-gestützten Effizienzfunktionen. Bei Verarbeitung von Kunden- oder Partnerdaten in Meetings ist zu prüfen, ob die Rechtsgrundlage des Ausgangssystems die KI-Aufbereitung deckt.
Einwilligungserfordernis: Für Funktionen, die Mitarbeiter-Kommunikationsinhalte (Meetings, Chats) verarbeiten, kann je nach nationalem Recht eine Betriebsvereinbarung oder Einwilligung erforderlich sein (Deutschland: Betriebsverfassungsgesetz). Der seit 26.01.2026 obligatorische AI-Companion-Disclaimer für Meeting-Teilnehmer ersetzt keine datenschutzrechtliche Rechtsgrundlage.
Kritische Konstellation: Werden in Meeting-Kontexten Gesundheitsdaten oder andere besondere Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO verarbeitet, ist ein Ausnahmetatbestand nach Art. 9 Abs. 2 DSGVO erforderlich.
Quellen: Zoom Global DPA, Zoom Terms of Service
Nachvollziehbarkeit
Reviewer
ai-research / claude-sonnet-4-6