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Workflow-Automatisierung

Make Pro

Celonis Inc. (Make) · Automatisierung

Bewertet: Make, Plan "Pro" (Cloud-SaaS, make.com)

Zuletzt geprüft: 2026-07-04 · Aktuell

Mit KI-Unterstützung erstellt

Verfügbare Tarife

Free

Kostenloser Einstiegsplan mit 1.000 Credits/Monat, 2 aktiven Szenarien und 15-Minuten-Mindestintervall. Kein DPA-Pflichtabschluss seitens Make für diesen Tarif dokumentiert. Geeignet für erste Gehversuche.

Core

Einstieg in die Bezahl-Pläne mit 1-Minuten-Intervall und unbegrenzten aktiven Szenarien. Kein Priority Execution, kein SSO, keine Audit Logs.

Probewerteter Tarif

Der bewertete Tarif. Ergänzt Core um Priority Execution, Full-Text-Log-Suche und Custom Variables. Execution-Logs: 30 Tage. Kein SSO, keine Audit Logs, kein Teams/Roles-Management.

Teams

Erster Plan mit SSO (OAuth2/SAML2), Audit Logs und zentralem Teams/Roles-Management. Execution-Logs: 30 Tage. Geeignet für Organisationen mit Governance-Anforderungen.

Enterprise

Custom Pricing. Beinhaltet dedizierte AWS-Umgebung (AWS Germany für EU), 60-Tage-Log-Aufbewahrung, erweitertes SSO und Compliance-Optionen. ISO 27001 im Enterprise-Kontext primärbelegt.

4 Kernfragen

Training mit Nutzungsdaten

vom Anbieter nicht transparent gemacht

Selbst prüfen

Für den Plan "Pro" gilt: Make erklärt für seinen eigenen KI-Provider ("Make AI Toolkit") explizit: "Make does not store your data and your data is not used to train the AI." (Make AI Toolkit Dokumentation). Diese Aussage bezieht sich ausschließlich auf den integrierten Make AI Provider (AI Toolkit). Eine plattformweite Generalaussage, dass Make keinerlei Kundendaten (Szenario-Payloads, Webhook-Daten, sonstige Verarbeitungsdaten) zum Training eigener Modelle nutzt, liegt in der Privacy Policy oder einem anderen Primärdokument nicht vor. Da die belegte "kein Training"-Aussage nur einen Teilbereich der Plattform abdeckt, wird insgesamt unknown (geprüft, aber nicht vollständig transparent) gesetzt. Werden Szenarien mit OpenAI-, Anthropic-, Google- oder anderen KI-Modulen konfiguriert, leitet Make die Nutzdaten an die jeweiligen Subprozessoren weiter; die Trainingsfrage für diese Drittmodelle liegt beim jeweiligen Anbieter, nicht bei Make.

Speicherung ausschließlich EU

Abhängig von der Konfiguration

Im Plan "Pro" können EU-Kunden beim Account-Setup eine EU-Region wählen. Laut Subprozessor-Liste (November 2025) werden EU-Kunden in Nicht-Enterprise-Plänen auf AWS Ireland gehostet, MongoDB EU-Kunden (non-Enterprise) ebenfalls auf Ireland. Die EU-Region (Ireland) liegt innerhalb des EWR. Allerdings ist die Zonenwahl keine vertraglich garantierte Residenz für den Pro-Tarif: AWS Germany ist der Enterprise-Entität vorbehalten. US-Zonen existieren für nicht-EU-Kunden. Für Pro gilt daher depends-on-config: EU-only-Speicherung ist bei EU-Zonen-Wahl faktisch gegeben, aber nicht per Vertrag garantiert und nicht der einzige verfügbare Speicherort der Plattform. Quellen: Subprozessor-Liste November 2025, Privacy Whitepaper September 2024.

Aufbewahrung & Löschung

Befristet gespeichert

Im Plan "Pro" werden Execution-Logs 30 Tage lang aufbewahrt und danach automatisch gelöscht. Dies gilt laut Preisseite explizit für den Pro-Plan (Make Pricing) und wird durch das Privacy Whitepaper (September 2024) bestätigt: "Data of the execution logs are deleted after 60 days for enterprise plans and 30 days for others." (Privacy Whitepaper). Nutzer können pro Szenario die Option "Data is confidential" aktivieren, woraufhin Make keine Payload-Daten in den Logs speichert (Scenario Settings). Ein organisations-weites Deaktivieren der Datenspeicherung ist im Pro-Plan nicht möglich (nur per Szenario). Die Frist für vollständige Datenlöschung nach Abo-Kündigung ist nicht exakt primärbelegt.

Drittlandtransfer-Grundlage

EU-US Data Privacy Framework

Für den Plan "Pro" gilt: Celonis Inc. (USA) ist der Privacy-Controller und Vertragspartner für Make. Laut Privacy Notice sind Celonis Inc. und Celonis Labs LLC im EU-US Data Privacy Framework (EU-U.S. DPF) sowie im UK Extension und Swiss-U.S. DPF zertifiziert (Privacy Notice Make). Dies ist der primäre Transfermechanismus nach Art. 45 DSGVO. Zusätzlich werden Standardvertragsklauseln (SCCs, C2P-Format für EU-Kunden) angeboten, wie auf der GDPR-Seite ("appropriate transfer mechanisms are in place, e.g. SCCs") und im Privacy Whitepaper belegt (Make GDPR, Privacy Whitepaper). Hinweis: Auch bei EU-Speicherung (AWS Ireland) ist ein US-Zugriff durch Celonis Inc. (Controller) und Celonis Labs LLC (US-Subprozessor) möglich, da beide US-Entitäten in der Subprozessor-Liste geführt sind; DPF und SCCs decken diesen Zugriff ab. Die DPF-Registrierung ist nicht per Primärquelle belegbar; der Primärbeleg ist die Privacy Notice.

Quick-Facts

BetriebsmodellCloud-SaaS
HostingAnbieter-Cloud mit Regionsoptionen
DatenlokationEU, USA
Datenresidenz garantiertNein
AVV/DPA verfügbarJa
SSOJa (nur Enterprise)
Audit-LogsJa (nur Enterprise)
Art.-9-Daten möglichAbhängig vom Einsatz

Überblick

Kurzbeschreibung

Make (ehemals Integromat) ist eine browserbasierte Workflow-Automatisierungsplattform, mit der Nutzer visuelle Szenarien aus App-Modulen aufbauen, um Daten zwischen Diensten zu übertragen und Prozesse zu automatisieren. Der Plan "Pro" richtet sich an einzelne Nutzer und kleine Teams mit erhöhtem Operations-Bedarf, bietet jedoch noch kein SSO oder Audit-Logging.

Verdichtetes Urteil

Make Pro eignet sich für die Automatisierung von Geschäftsprozessen zwischen SaaS-Diensten; die Plattform verarbeitet dabei potenziell sensible Nutzdaten (Payload-Inhalte, API-Credentials). Datenschutzrechtlich relevant: der Vertragspartner und Privacy-Controller ist Celonis Inc. (USA), was einen Drittlandtransfer begründet, der über DPF und SCCs abgedeckt ist. Execution-Logs werden im Pro-Plan 30 Tage aufbewahrt und dann automatisch gelöscht; SSO und Audit-Logs sind erst ab Teams-Plan verfügbar, was die Governance-Optionen im Pro-Plan einschränkt. Ob Make Kundendaten (Szenario-Payloads, Webhooks) zum Training eigener Modelle nutzt, ist nicht durch eine plattformweite Aussage belegt — für das Make AI Toolkit liegt ein explizites "kein Training" vor, für sonstige Kundendaten fehlt eine Generalaussage. Organisationen sollten den verfügbaren DPA abschließen, EU-Hosting-Zone wählen und pro Szenario die Option "Data is confidential" aktivieren, sofern Logs keine Nutzdaten enthalten sollen.

Funktionsbeschreibung

Make ist eine visuelle No-Code/Low-Code-Automatisierungsplattform. Nutzer erstellen sogenannte "Szenarien": grafische Workflows, in denen Module (App-Verbindungen) miteinander verkettet werden. Jedes Modul repräsentiert eine Aktion in einem Drittdienst (z. B. Google Sheets lesen, Slack-Nachricht senden, HTTP-Request ausführen). Daten fließen als strukturierte Payloads von Modul zu Modul; Make übernimmt dabei Transformation, Filterung und Routing.

Im Pro-Tarif stehen unbegrenzte aktive Szenarien, ein Mindestintervall von 1 Minute, Priority Execution und eine Ausführungslog-Speicherung von 30 Tagen zur Verfügung. Erweiterte Team-Governance (SSO, Audit Logs, Rollen) ist erst ab Teams-Plan verfügbar.

Make bietet eigene KI-Funktionen ("Make AI Toolkit" / Make's AI Provider) sowie Module zur Einbindung von Drittmodellen (OpenAI, Anthropic, Google AI, Azure OpenAI, Groq). Beim Einsatz dieser KI-Module leitet Make die Nutzdaten an die jeweiligen Subprozessoren weiter; deren Datenschutzregime gilt dann zusätzlich zu Makes eigenem.

Execution-Logs enthalten standardmäßig die vollständigen Payload-Daten eines Szenario-Durchlaufs. Per-Szenario kann die Option "Data is confidential" aktiviert werden, um Payload-Daten aus den Logs zu unterdrücken.

Funktionen

  • Visuelle Szenario-Erstellung (No-Code/Low-Code) mit Drag-and-Drop-Modulen
  • Unbegrenzte aktive Szenarien und 1-Minuten-Ausführungsintervall im Pro-Plan
  • Priority Execution und Full-Text-Log-Suche (Pro-exklusiv)
  • Make AI Toolkit: plattformeigene KI-Funktionen (planübergreifend verfügbar, kein Pro-Exklusiv-Feature)
  • KI-Module für Drittanbieter (OpenAI, Anthropic, Google, Azure, Groq)
  • Per-Szenario "Data is confidential"-Option zur Payload-Unterdrückung in Logs
  • Execution-Log-Aufbewahrung 30 Tage (Pro); JSON-Blueprint-Export für alle Szenarien
  • Zonenwahl EU/US beim Account-Setup (AWS Ireland für EU-Kunden non-Enterprise)

Einsatzszenarien

  • Automatisierung von CRM-zu-Projektmanagement-Workflows (z. B. neue Deals aus Salesforce automatisch als Asana-Tasks anlegen).
  • Datenextraktion und -weiterleitung: Formular-Einreichungen per Webhook empfangen, transformieren und in Datenbanken oder Tabellen schreiben.
  • KI-gestütztes Dokument-Routing: Dateien per E-Mail empfangen, mit OpenAI-Modul klassifizieren und in die zutreffende Ablage weiterleiten.
  • Monitoring und Alerting: HTTP-Endpunkte überwachen, bei Fehler Slack-Nachricht oder Ticket im Helpdesk erzeugen.

Zielgruppen

  • KMU und Teams mit mittlerem Automatisierungsbedarf
  • IT-Abteilungen und Operations-Teams
  • Selbstständige und Freelancer mit Prozessautomatisierungsbedarf

Typische Nutzung

  • Workflow-Automatisierung
  • API-Integration
  • Datentransformation
  • KI-gestützte Prozessautomatisierung
  • ETL-Leichtgewicht

Preismodell

Abonnement-Modell (monatlich oder jährlich). Der Pro-Plan ist ein fester Monatspreis; aktuelle Preise auf der Anbieter-Preisseite: https://www.make.com/en/pricing

Datenschutz (DSGVO)

Verarbeitete Daten

  • Workflow-Payloads: beliebige strukturierte Daten, die zwischen Modulen fließen (Formular-Einreichungen, CRM-Datensätze, E-Mail-Inhalte, Dateien, API-Antworten)
  • Webhook-Payloads: von externen Diensten eingehende Rohdaten (können personenbezogene Daten enthalten)
  • App-Zugangsdaten: OAuth-Tokens, API-Keys für angebundene Dienste (verschlüsselt gespeichert)
  • Szenario-Execution-Logs: Metadaten und (Standard) Payload-Inhalte jedes Laufs; 30 Tage aufbewahrt
  • KI-Prompts und -Ausgaben: wenn KI-Module eingesetzt werden, Texteingaben an und Ausgaben von Drittmodellen (OpenAI, Anthropic usw.)

Datenschutzrechtliche Einordnung

Make agiert als Auftragsverarbeiter (Processor) für Kundendaten, die durch Szenarien verarbeitet werden. Dies ist im DPA ("Celonis Data Processing Agreement for Make") und im Privacy Whitepaper explizit so dokumentiert. Vertragspartner und Privacy-Controller ist Celonis Inc. (USA), was einen Drittlandtransfer begründet. Dieser ist über DPF (primär) und SCCs (ergänzend) abgedeckt.

Der DPA ist öffentlich verfügbar und muss nicht gesondert ausgehandelt werden. Für EU-Kunden sind SCCs im C2P-Format verfügbar. Die Daten-EU-Zonierung (AWS Ireland) ist für Pro-Kunden faktisch erreichbar, aber nicht vertraglich garantiert.

Da Make eine offene Plattform ist, können Szenarien beliebige personenbezogene Daten verarbeiten, einschließlich besonderer Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO (z. B. Gesundheitsdaten in HR-Automationen, biometrische Daten via Computer-Vision-Integration). Die Einordnung hängt vom konkreten Einsatz ab. Bei Art.-9-Daten ist vor Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA/DPIA) zu prüfen.

Für Drittmodell-KI-Verarbeitung (OpenAI, Anthropic usw.) fungiert Make als weiterer Auftragsverarbeiter, der Daten an diese Subprozessoren weitergibt. Deren eigene Datenschutzregime gelten dann ebenfalls; die Subprozessorliste (Nov. 2025) dokumentiert diese Kette vollständig. Ob diese Drittmodell-Anbieter Daten zum Training nutzen, richtet sich nach deren eigenen Vereinbarungen mit Make — dazu liegt keine eigene Make-Aussage vor.

Art. 5 DSGVO (Grundsätze)

Zweckbindung (Art. 5 Abs. 1 lit. b): Make verarbeitet Szenario-Daten im Auftrag des Kunden (Processor-Modell). Der Zweck ergibt sich aus dem Kundenauftrag (Szenario-Konfiguration). Kritisch: Execution-Logs mit vollständigen Payloads werden 30 Tage aufbewahrt. Organisationen müssen sicherstellen, dass dieser Logs-Zweck (Debugging/Monitoring) im Verarbeitungsverzeichnis dokumentiert ist.

Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c): Szenarien können so konfiguriert werden, dass nur notwendige Datenpunkte weitergeleitet werden (Transformations-/Filter-Module). Make bietet keine technische Erzwingung der Minimierung; dies liegt in der Verantwortung des Szenario-Gestalters. Die "Data is confidential"-Option reduziert Log-Daten, nicht die verarbeiteten Nutzdaten selbst.

Integrität und Vertraulichkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. f): Transportverschlüsselung (TLS 1.2/1.3), AES-256-Ruhezustandsverschlüsselung und separate Credential-Speicherung sind dokumentiert. Fehlende Audit-Logs im Pro-Plan erschweren die Nachweis-Traceability.

Speicherbegrenzung (Art. 5 Abs. 1 lit. e): Execution-Logs: 30 Tage (Pro), dann automatisch gelöscht. Grundsätzlich sachgerecht; Nachbearbeitungsfristen nach Abo-Ende nicht exakt primärbelegt. Ob Kundendaten zum Training eigener Make-Modelle genutzt werden, ist für sonstige Kundendaten (jenseits des AI Toolkits) nicht primärbelegt — bei datenschutzsensibler Nutzung ist Klärung beim Anbieter angezeigt.

Art. 6 DSGVO (Rechtsgrundlagen)

Im typischen B2B-Einsatz (Organisation als Verantwortlicher, Make als Auftragsverarbeiter) stützt sich der Einsatz auf Art. 6 Abs. 1 lit. b (Vertragserfüllung / Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen) oder Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigtes Interesse an der Prozessautomatisierung), je nach konkretem Szenario. Der Abschluss eines AVV (DPA) ist Pflicht nach Art. 28 DSGVO; dieser ist bei Make öffentlich verfügbar und sollte formlich abgeschlossen werden.

Bei Einbindung von KI-Modulen (z. B. OpenAI-Anfragen mit personenbezogenen Inhalten) kann ein gesonderter Erlaubnistatbestand für die KI-Verarbeitung erforderlich sein, insbesondere wenn die Drittmodell-Subprozessoren Daten in die USA übermitteln. DPF und SCCs decken den Transfer-Aspekt ab; die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung selbst liegt beim verantwortlichen Unternehmen.

Werden Art.-9-Daten (z. B. Gesundheitsdaten) über Szenarien verarbeitet, ist Art. 9 Abs. 2 DSGVO als zusätzliche Grundlage erforderlich; hier ist besondere Vorsicht geboten und eine DSFA zu prüfen.

Nachvollziehbarkeit

Reviewer

ai-research / claude-sonnet-4-6

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