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DeepSeek V4 Pro (Platform API)

Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. · Multimodal

Bewertet: DeepSeek Platform API, Modell deepseek-v4-pro, pay-per-token (platform.deepseek.com / api.deepseek.com)

Zuletzt geprüft: 2026-07-03 · Aktuell

Mit KI-Unterstützung erstellt

Verfügbare Tarife

deepseek-v4-flash (API)

Günstigeres API-Modell der V4-Familie (V4-Flash); niedrigere Token-Preise, gleiches Kontextfenster. Für kostenoptimierte Anwendungen geeignet.

deepseek-v4-pro (API)bewerteter Tarif

Leistungsstarkes API-Modell der V4-Familie; höheres Reasoning-Niveau, pay-per-token, kein Monatsabo. Bewerteter Scope dieses Eintrags.

Consumer-Chat (kostenlos)

Kostenloser Browser-/App-Assistent unter chat.deepseek.com; kein API-Zugang, kein Monatsabo. Nutzung von Modell V4/V4-Pro im Chat-Interface.

4 Kernfragen

Training mit Nutzungsdaten

Standardmäßig ja, Opt-out möglich

Selbst prüfen

Für die DeepSeek Platform API (deepseek-v4-pro) enthalten die Open Platform Terms of Service (cdn.deepseek.com, 29.04.2026) keine eigenständige Trainings- oder Opt-out-Regelung; Section 5.5 verweist ausdrücklich auf die Consumer Privacy Policy für alle Datenschutzfragen. Die Consumer Privacy Policy ihrem Wortlaut nach adressiert die Consumer-Services von DeepSeek; die Geltung für API-Nutzer entsteht ausschließlich über diesen Verweis in den Open Platform ToS (Section 5.5), nicht aus einer eigenständigen API-Datenschutzregelung. Die Consumer Privacy Policy (cdn.deepseek.com, 10.02.2026) formuliert opt-out-gerahmt: "the right to opt-out of using your Personal Data for training our models or optimizing our technologies." Da die API-ToS auf diese Policy verweisen und kein abweichendes Regime etablieren, ist opt-out die gestützte Einordnung: eine opt-out-gerahmte Primärquelle trägt diesen Wert. Kritische Unsicherheit (offene Frage zum API-Opt-out-Toggle): Ob der konkrete Toggle ("Improve the model for everyone") für API-Account-Inhaber auf platform.deepseek.com zugänglich und aktiviert ist, ist nicht primärbelegt. Quellen: DeepSeek Open Platform ToS, DeepSeek Privacy Policy.

Speicherung ausschließlich EU

Nein

Für die DeepSeek Platform API (deepseek-v4-pro) gilt nach Privacy Policy (cdn.deepseek.com, 10.02.2026), auf die die Open Platform ToS in Section 5.5 verweisen: "To provide you with our services, we directly collect, process and store your Personal Data in People's Republic of China." Das EEA/UK-Supplement (cdn.deepseek.com/policies/en-UK) bestätigt dieselbe Aussage für EU/EWR-Nutzer explizit; eine Ausnahme oder EU-Residenz-Option für API-Nutzer ist nicht dokumentiert. dataStorageEuOnly ist daher no. Quellen: DeepSeek Privacy Policy, DeepSeek Privacy Policy EEA/UK.

Aufbewahrung & Löschung

Unbefristet gespeichert

Für die DeepSeek Platform API (deepseek-v4-pro) gilt laut Privacy Policy (cdn.deepseek.com, 10.02.2026): "We retain Personal Data for as long as necessary to provide our Services and for the other purposes set out in this Privacy Policy." Kein fixer Aufbewahrungszeitraum für API-Anfragen ist dokumentiert; kein Zero-Data-Retention-Angebot für API-Kunden ist veröffentlicht. Die Open Platform ToS (Section 7.2) erwähnen gesonderte Aufbewahrung bei verdächtigen Aktivitäten. Da kein kürzerer oder begrenzter Aufbewahrungszeitraum belegt ist, wird die anbieterseitige Aufbewahrung vollständig abgebildet: retained. Quellen: DeepSeek Privacy Policy, DeepSeek Open Platform ToS.

Drittlandtransfer-Grundlage

Keine Grundlage dokumentiert

Für die DeepSeek Platform API (deepseek-v4-pro) ist der Transfer personenbezogener Daten in die VR China belegt (Privacy Policy: "we directly collect, process and store your Personal Data in People's Republic of China"). China hat keinen EU-Angemessenheitsbeschluss nach Art. 45 DSGVO. Die Privacy Policy (EN-US) nennt lediglich: "Where required, we will use appropriate safeguards for transferring Personal Data outside of certain countries", ohne SCC, DPF oder BCR konkret zu benennen. Das EEA/UK-Supplement bestätigt die China-Speicherung und benennt Prighter als Art.-27-Vertreter (kein Transfermechanismus). Kein SCC-Dokument, kein DPF-Nachweis, keine BCR sind publiziert. Die Garante IT (Italien, 30.01.2025) hat diesen Befund regulatorisch bestätigt: fehlende valide Transfergrundlage war einer der Blockierungsgründe. Wert: none-documented. Quellen: DeepSeek Privacy Policy, DeepSeek Privacy Policy EEA/UK, Garante IT 30.01.2025.

Quick-Facts

BetriebsmodellAPI-only
HostingAnbieter-Cloud
Datenlokationunbekannt
Datenresidenz garantiertNein
AVV/DPA verfügbarNein
SSOvom Anbieter nicht transparent gemacht
Audit-Logsvom Anbieter nicht transparent gemacht
Art.-9-Daten möglichAbhängig vom Einsatz

Überblick

Kurzbeschreibung

DeepSeek V4 Pro ist ein Large Language Model des chinesischen Anbieters Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd., das ausschließlich über die DeepSeek Platform API (api.deepseek.com) als pay-per-token-Dienst verfügbar ist. Das Modell bietet ein 1-Million-Token-Kontextfenster und 384K Output-Token. Alle Compliance-Aussagen beziehen sich auf den API-Tarif (platform.deepseek.com), nicht auf den kostenlosen Consumer-Assistenten.

Verdichtetes Urteil

DeepSeek V4 Pro (API) ist ein leistungsstarkes Sprachmodell mit großem Kontextfenster, das für Entwickler und Unternehmen als API-Dienst bereitgestellt wird. Für den Einsatz in der EU bestehen strukturelle Compliance-Lücken: Datenspeicherung erfolgt ausschließlich in der VR China, kein Angemessenheitsbeschluss und kein dokumentierter Transfermechanismus (SCC/DPA/BCR) liegen vor. Kein Auftragsverarbeitungsvertrag verfügbar; keine Sicherheitszertifizierungen belegt. Der PIPC-Befund (Südkorea, April 2025) sowie die Garante-Entscheidung (Italien, Januar 2025) belegen regulatorische Bedenken zu Datentransfer und Transparenz. Für Organisationen im DACH-Raum ist der Einsatz mit personenbezogenen Daten ohne AVV und ohne belastbare Transfergrundlage nicht DSGVO-konform gestaltbar.

Funktionsbeschreibung

DeepSeek V4 Pro wird über die REST-API von api.deepseek.com bereitgestellt und ist OpenAI-API-kompatibel. Das Modell basiert auf einer Mixture-of-Experts-Architektur (1,6 Billionen Parameter gesamt, 49 Milliarden aktiv) und unterstützt Texteingabe und -ausgabe mit einem Kontextfenster von 1 Million Token und bis zu 384.000 Output-Token pro Anfrage.

Typische Einsatzszenarien über die API: Textgenerierung, Zusammenfassung, Übersetzung, Codegenerierung, Datenextraktion, Reasoning-Aufgaben und die Integration in eigene Anwendungen via Entwickler-Ökosystem. Das Modell wurde am 24. April 2026 zusammen mit dem günstigeren V4-Flash veröffentlicht.

Die API nutzt token-basierte Abrechnung (Input Cache Hit $0,003625/1M Token, Input Cache Miss $0,435/1M Token, Output $0,87/1M Token, Stand 2026-07-03). Der Zugang erfolgt über API-Keys, die auf platform.deepseek.com verwaltet werden. Eine Kontozahlung per Kreditkarte ist erforderlich. Business-Funktionen wie SSO (SAML/OIDC) oder Audit-Logs für API-Calls sind nicht dokumentiert.

Daten werden nach Angaben des Anbieters in der VR China verarbeitet und gespeichert. Die Open-Platform-Terms-of-Service verweisen für alle Datenschutzfragen auf die Consumer-Privacy-Policy (Section 5.5). Es existiert kein separates API-Datenschutzdokument und kein veröffentlichtes DPA für API-Kunden.

Funktionen

  • Textgenerierung, Zusammenfassung, Übersetzung, Reasoning (deepseek-v4-pro)
  • Codegenerierung und Code-Analyse
  • 1-Million-Token-Kontextfenster, bis zu 384K Output-Token pro Anfrage
  • OpenAI-API-kompatible REST-Schnittstelle
  • Token-basierte Abrechnung (pay-per-token, kein Abo)
  • Prompt-Caching (differenzierte Input-Preise für Cache Hit / Cache Miss)

Preismodell

Pay-per-token: deepseek-v4-pro Input Cache Hit $0,003625/1M Token, Input Cache Miss $0,435/1M Token, Output $0,87/1M Token (Stand 2026-07-03). Kein Monatsabo; Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch. Aktuellen Stand auf https://api-docs.deepseek.com/quick_start/pricing prüfen.

Datenschutz (DSGVO)

Verarbeitete Daten

  • API-Prompts und Eingabetexte des Entwicklers/Nutzers
  • Konversationskontext (bis zu 1 Million Token, serverseitig für die Dauer der Anfrage)
  • Code-Snippets und technische Dokumente (soweit als Prompt übermittelt)
  • Account- und Abrechnungsdaten (platform.deepseek.com, Kreditkartendaten via Drittanbieter)
  • API-Nutzungsmetriken und Metadaten (Zeitstempel, IP-Adresse, Token-Verbrauch)

Datenschutzrechtliche Einordnung

DeepSeek agiert gegenüber API-Kunden als Dienstleister; die Open Platform Terms of Service begründen jedoch kein AVV-Verhältnis nach DSGVO Art. 28. Die ToS behandeln DeepSeek als Plattformbetreiber, nicht als Auftragsverarbeiter. Für Organisationen, die personenbezogene Daten über die API verarbeiten, fehlt damit die vertragliche Grundlage für eine rechtskonforme Auftragsverarbeitung.

Controller ist Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. (primär) und Beijing DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. (VR China) gemäß Open Platform ToS. Für EWR-Nutzer ist kein EU-Art.-27-Vertreter für den API-Kontext explizit benannt; das EEA/UK-Supplement der Consumer-PP nennt Prighter Ltd. als Vertreter (ob dies für API-Nutzer gilt, ist nicht ausdrücklich bestätigt).

Drittlandtransfer nach China ohne dokumentierte DSGVO-Rechtsgrundlage nach Art. 44 ff. ist ein grundlegender Rechtskonformitätsmangel. Für besondere Datenkategorien nach Art. 9 DSGVO ist der Einsatz ohne AVV und ohne Transfergrundlage in der Regel unzulässig. Die Garante IT hat die strukturellen DSGVO-Mängel (fehlende Transfergrundlage, unzureichende Informationen) regulatorisch bestätigt.

Art. 5 DSGVO (Grundsätze)

Zweckbindung (Art. 5 Abs. 1 lit. b): Die Open Platform ToS enthalten keine eigenständige Zweckbindungsklausel für API-Daten; für Datenschutzfragen wird auf die Consumer-Privacy-Policy verwiesen. Wenn API-Eingaben für Modellverbesserungen genutzt werden (opt-out-gerahmt, aber API-Toggle nicht primärbelegt), geht das über den unmittelbaren Vertragszweck hinaus. API-Nutzer können die Datenverwendung des Anbieters ohne AVV nicht vertraglich steuern.

Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c): Die API setzt keine technischen Beschränkungen für die Art der übermittelten Daten. API-Nutzer sind selbst verantwortlich, personenbezogene Daten auf das notwendige Minimum zu beschränken. Eine automatische Warnung oder Filterung für sensible Daten ist nicht dokumentiert.

Integrität und Vertraulichkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. f): Keine dokumentierten Sicherheitszertifizierungen für den API-Betrieb; der Wiz-Vorfall (Januar 2025, offen zugängliche DB mit API-Keys) ist ein konkreter Vertraulichkeitsverstoß. Spezifische Verschlüsselungsstandards für API-Daten im Ruhezustand sind nicht publiziert.

Speicherbegrenzung (Art. 5 Abs. 1 lit. e): "As long as necessary" ohne definierte Frist und ohne Zero-Data-Retention-Option für die API ist mit dem Prinzip der Speicherbegrenzung schwer vereinbar. Eine aktive Löschanforderung durch den API-Nutzer ist nicht dokumentiert.

Art. 6 DSGVO (Rechtsgrundlagen)

Einsatz für eigene Zwecke des API-Nutzers (Entwickler/Unternehmen): Wenn der API-Nutzer ausschließlich eigene, nicht-personenbezogene Daten verarbeitet, ist kein DSGVO-Tatbestand eröffnet. Bei Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter über die API wird der API-Nutzer zum Verantwortlichen; er benötigt eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO sowie einen AVV mit DeepSeek als Auftragsverarbeiter. Letzterer ist nicht verfügbar.

Auftragsverarbeitung (Art. 28): Da kein DPA für API-Kunden bereitgestellt wird, ist eine DSGVO-konforme Auftragsverarbeitung im Sinne von Art. 28 nicht herstellbar. Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter über diese API ist ohne AVV rechtswidrig.

Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a): Eine Einwilligung betroffener Personen in die Verarbeitung durch DeepSeek (China-Speicherung, unklarer Trainingsstatus, keine Transfergrundlage) ist im gewerblichen Betrieb kaum rechtssicher einzuholen und trägt den Dauerbetrieb nicht.

Fazit: Für den gewerblichen API-Einsatz mit Drittdaten fehlt die strukturelle Voraussetzung (AVV) für eine DSGVO-konforme Auftragsverarbeitung.

Nachvollziehbarkeit

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ai-research / claude-sonnet-4-6

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