Code-Assistenten
Cursor Pro
Anysphere, Inc. · Code-Assistenz
Bewertet: Cursor Pro (Individual-Tarif), bezahlter Einzelnutzer-Tarif ($16/Monat, Preisseite-Gruppe „Individual")
Zuletzt geprüft: 2026-07-17 · Aktuell
Mit KI-Unterstützung erstellt
Verfügbare Tarife
Kostenloser Einstieg ohne Kreditkarte. Eingeschränkter Modell-Satz, niedrigere Nutzungslimits. Privacy Mode aktivierbar, aber nicht erzwungen.
Bezahlter Einzelnutzer-Tarif. Zugriff auf alle Frontier-Modelle (OpenAI, Anthropic, Google, xAI), erweiterte Agent-Limits, MCPs, Cloud Agents, Bugbot. Privacy Mode manuell aktivierbar.
Mehrbenutzerlizenz mit zentraler Admin-Verwaltung, SSO, Usage Analytics und organisations-weitem Privacy Mode (standardmäßig erzwungen). DPA über MSA.
Custom-Preismodell mit SCIM, Audit Logs, CMEK, dediziertem Support und erweiterten Sicherheitsoptionen. Privacy Mode erzwungen.
4 Kernfragen
Training mit Nutzungsdaten
vom Anbieter nicht transparent gemacht
Selbst prüfen
Cursor Pro / Individual-Tarif: Der Anbieter macht zum Default-Trainingszustand dieses Tarifs keine belastbare öffentliche Aussage. Privacy Policy (cursor.com/privacy) und Terms of Service (cursor.com/terms-of-service) rahmen Training opt-in: „We do not use Inputs or Suggestions to train our models [...] unless [...] you've explicitly agreed." Die Data-Use-Doku (cursor.com/data-use) beschreibt Datennutzung ohne aktivierten Privacy Mode, benennt aber keinen expliziten Default-Zustand für den Individual/Pro-Tarif. Der Privacy Mode ist im Produkt prüfbar unter: Cursor Settings > General > Privacy Mode. Quelle: cursor.com/data-use. Angabe ohne Gewähr.
Speicherung ausschließlich EU
Nein
Für den Individual/Pro-Tarif von Cursor erfolgt die Datenspeicherung auf AWS-Infrastruktur in den USA. Es gibt keine EU-Datenresidenz-Option für diesen Tarif; alle Quellen verweisen auf US-Server als Primärspeicherort. Quelle: cursor.com/privacy, Microsoft M365 App Certification, cursor.com/enterprise
Aufbewahrung & Löschung
Unbefristet gespeichert
Für den Individual/Pro-Tarif gilt: Wenn Privacy Mode nicht aktiviert ist, speichert Cursor Codebase-Embeddings und Metadaten dauerhaft; Rohcode wird nach der Indexierung serverseitig gelöscht, Embeddings verbleiben ohne dokumentierte Löschfrist. Für Prompts und Editor-Aktionen ist keine konkrete Aufbewahrungsfrist primärbelegt. Die in der MSA belegte 31-Tage-Nachfrist nach Vertragsende gilt explizit nur für Teams/Enterprise-Kunden unter der MSA; für den Individual/Pro-Tarif (ToS) ist keine analoge Löschgarantie dokumentiert. Da keine Löschung der Embeddings garantiert ist, wird die vorsichtigere Einstufung retained gewählt. Wenn Privacy Mode aktiviert ist, gilt Zero-Data-Retention (kein Speichern über die unmittelbare Anfrageverarbeitung hinaus). Quelle: cursor.com/data-use, cursor.com/terms/msa
Drittlandtransfer-Grundlage
Standardvertragsklauseln
Für den Individual/Pro-Tarif von Cursor findet ein Drittlandtransfer in die USA statt (AWS-Hosting, Fremd-Modell-Provider). Das öffentlich verfügbare DPA (cursor.com/terms/dpa) bettet Standardvertragsklauseln nach EU-Kommissionsbeschluss 2021/914 ein, und zwar Module 2 (Controller-to-Processor) und Module 3 (Processor-to-Processor). Ergänzend benennt das DPA das UK Addendum (IDTA) für UK-DSGVO. Das EU-US Data Privacy Framework (DPF) wird im DPA als weitere Transferoption genannt; eine Registrierung von Anysphere, Inc. im DPF-Register (dataprivacyframework.gov) ist nicht per Primärquelle verifiziert. Die primär belegte und vollständig im DPA verankerte Grundlage sind die SCCs. Vorbehalt: Das DPA verweist auf die MSA als Grundvertrag (Teams/Enterprise); ob das DPA und damit die SCCs für den Individual/Pro-Tarif gelten, ist nicht primärbelegt. Quelle: cursor.com/terms/dpa
Quick-Facts
Überblick
Kurzbeschreibung
Cursor ist ein KI-gestützter Code-Editor auf Basis von VS Code. Er verbindet einen lokalen Desktop-Client mit serverseitiger KI-Inferenz und bietet kontextbewusste Code-Vervollständigung, Chat-gestützte Codegenerierung sowie autonome Agenten-Modi. Der bewertete Individual-Tarif richtet sich an einzelne Entwickler und ermöglicht den Zugriff auf Frontier-Modelle von OpenAI, Anthropic, Google und xAI.
Verdichtetes Urteil
Cursor Pro ist ein leistungsfähiger KI-Code-Editor für Code-Vervollständigung, Refaktorierung und Codegenerierung. Zentrale Compliance-Frage ist der Privacy Mode: Ob Code-Daten, Prompts und Aktionen ohne manuelle Aktivierung zur Modellverbesserung genutzt werden, ist für den Individual/Pro-Tarif nicht öffentlich primärbelegt; der Anbieter rahmt Training vertraglich als opt-in. Privacy Mode ist manuell aktivierbar und garantiert Zero-Data-Retention. Datenspeicherung erfolgt auf US-AWS-Infrastruktur ohne EU-Datenresidenz-Option. Die Geltung des öffentlich verfügbaren DPA für den Individual/Pro-Tarif ist nicht explizit belegt; Organisationen sollten dies vor dem produktiven Einsatz mit personenbezogenen oder vertraulichen Daten klären. Als Wrapper über mehrere Fremd-Modelle (OpenAI, Anthropic, Google, xAI) ist die Subprozessorkette relevant, die Vollinhalt-Liste aber nur eingeschränkt einsehbar.
Funktionsbeschreibung
Cursor ist ein Fork von Visual Studio Code, der serverseitige KI-Inferenz in eine Desktop-IDE integriert. Der Editor sendet Kontext (geöffnete Dateien, Codebase-Indexierung via Embeddings, Prompts) an Backend-Dienste, die auf Modellen von OpenAI, Anthropic (Claude), Google (Gemini), xAI (Grok) sowie Cursor-eigenen Modellen basieren.
Kernfunktionen im Individual-Tarif: Tab-gestützte Code-Vervollständigung, Chat-Modus für Codegenerierung und -erklärung, Agent-Modus für autonome Mehrschritt-Aufgaben (Bugbot, Cloud Agents), Codebase-Suche via Vektordatenbank (Turbopuffer), MCPs (Model Context Protocols), Skills und Hooks.
Die Codebase-Indexierung speichert Embeddings und Metadaten dauerhaft auf AWS-Infrastruktur (US); Rohcode wird nach der Indexierung serverseitig gelöscht. Prompts, Editor-Aktionen und Code-Snippets werden ohne aktivierten Privacy Mode zur Modellverbesserung genutzt. Mit aktiviertem Privacy Mode gilt Zero-Data-Retention und kein Training.
Der Privacy Mode ist im Individual/Pro-Tarif manuell aktivierbar; ob er für diesen Tarif standardmäßig deaktiviert ist, ist nicht öffentlich primärbelegt. Im Unterschied dazu erzwingen Teams- und Enterprise-Tarife den Privacy Mode auf Organisations-Ebene.
Quellen: cursor.com/data-use, cursor.com/docs.md, cursor.com/security
Funktionen
- KI-gestützte Code-Vervollständigung (Tab-Completion) mit Frontier-Modellen
- Chat-Modus: Code generieren, erklären, refaktorieren via natürlichsprachliche Eingabe
- Agent-Modus: autonome Mehrschritt-Aufgaben (Bugbot, Cloud Agents)
- Codebase-Indexierung via Vektordatenbank (kontextsensitive Suche über das gesamte Repository)
- MCP (Model Context Protocol), Skills und Hooks
- Modellwahl: OpenAI, Anthropic (Claude), Google (Gemini), xAI (Grok), Cursor-eigene Modelle
- Privacy Mode (manuell aktivierbar): Zero-Data-Retention, kein Training durch Cursor oder Modell-Provider
Einsatzszenarien
- Entwickler-Teams, die Code-Vervollständigung und Chat-gestützte Codegenerierung in VS-Code-kompatibler Umgebung nutzen wollen.
- Einzelentwickler, die schnelle Refaktorierungen, Erklärungen und autonome Debugging-Unterstützung benötigen.
- Organisationen, die auf mehrere Frontier-Modelle zugreifen wollen, ohne eigene Modell-Infrastruktur aufzubauen.
Zielgruppen
- Softwareentwickler (Einzelpersonen)
- Entwicklungs-Teams (KMU)
- Startups und agile Entwicklungsabteilungen
Typische Nutzung
- Code-Vervollständigung
- Code-Generierung
- Code-Review
- Debugging
- Refaktorierung
- Codebase-Suche
Preismodell
Subscription-Modell. Individual/Pro-Tarif: monatliche Flatrate (Preisseite: cursor.com/pricing). Hobby-Tarif kostenlos, Enterprise mit Custom-Pricing. Kein reines Usage-based-Modell im Individual-Tarif.
Datenschutz (DSGVO)
Verarbeitete Daten
- Quellcode (geöffnete Dateien, Codebase-Index via Embeddings)
- Prompts und natürlichsprachliche Eingaben im Chat-Modus
- Editor-Aktionen und Nutzungsmetadaten
- Code-Snippets und Suggestions (Ausgaben des Modells)
- Dateinamen und Verzeichnisstrukturen (als Teil der Codebase-Indexierung)
- Möglicherweise: Secrets, API-Keys, personenbezogene Daten in Kommentaren oder Variablennamen (je nach Codebase; nicht strukturell ausgeschlossen)
Datenschutzrechtliche Einordnung
Im Einsatz durch eine Organisation, die Cursor zur Verarbeitung von Quellcode einsetzt, agiert Anysphere, Inc. als Auftragsverarbeiter. Verarbeitete Daten umfassen primär Quellcode, Prompts und Metadaten; in Abhängigkeit von der Codebase können personenbezogene Daten (z. B. Entwicklernamen in Commits, Kundendaten in Testdaten) oder Geschäftsgeheimnisse enthalten sein. Das öffentlich verfügbare DPA (cursor.com/terms/dpa) ist formal an die MSA gekoppelt, die für Teams/Enterprise-Tarife gilt. Für den Individual/Pro-Tarif ist eine vertragliche AVV-Grundlage nicht explizit belegt. Drittlandtransfer in die USA findet statt (AWS, Fremd-Modell-Provider); Rechtsgrundlage sind Standardvertragsklauseln (SCCs, EU-Kommissionsbeschluss 2021/914, Module 2 und 3 im DPA). DPF wird im DPA erwähnt, ist aber nicht registerverifiziert. Ohne aktivierten Privacy Mode kann Quellcode in das Training einfließen, was eine Zweckbindungsfrage aufwirft, wenn der Einsatz im Rahmen eines Auftragsverarbeitungsverhältnisses erfolgt.
Art. 5 DSGVO (Grundsätze)
Zweckbindung (Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO): Ohne aktivierten Privacy Mode nutzt Cursor eingespeiste Code-Daten, Prompts und Aktionen zur Modellverbesserung und zum Training. Dies geht über den unmittelbaren Vertragszweck (Code-Vervollständigung) hinaus und ist für Verarbeitungen im B2B-Kontext mit personenbezogenen Daten im Code kritisch zu prüfen. Quelle: cursor.com/data-use
Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO): Der Privacy Mode verhindert speicherbasierte Verarbeitung über den unmittelbaren Anfragekontext hinaus. Ohne Privacy Mode werden Embeddings dauerhaft gespeichert, auch wenn Rohcode gelöscht wird. Organisationen sollten prüfen, ob die Codebase-Indexierung für ihre Nutzung erforderlich ist. Quelle: cursor.com/data-use
Integrität und Vertraulichkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO): Cursor setzt TLS 1.2+ für die Übertragung und Verschlüsselung im Ruhezustand ein. SOC 2 Type II belegt ein Minimum an Sicherheitsprozessen. CMEK ist Enterprise-only. Quelle: cursor.com/security
Art. 6 DSGVO (Rechtsgrundlagen)
Typische Rechtsgrundlage im B2B-Einsatz: Bei Einsatz durch eine Organisation zur Unterstützung von Softwareentwicklung kommt Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) oder Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an produktiver Entwicklung) in Betracht, sofern keine personenbezogenen Daten in der Codebase verarbeitet werden, die einen eigenen Rechtfertigungsgrund erfordern.
Kritische Punkte: Enthält die verarbeitete Codebase personenbezogene Daten (Kundendaten in Testdaten, Entwicklernamen), ist Art. 6 Abs. 1 DSGVO für diese Daten separat zu prüfen. Ohne AVV-Grundlage für den Individual/Pro-Tarif fehlt zudem die formale Grundlage für den Drittlandtransfer im Rahmen eines Auftragsverarbeitungsverhältnisses. Im Zweifel den Teams-Tarif wählen oder einen expliziten AVV mit Anysphere aushandeln.
Trainingsnutzung ohne Privacy Mode: Wenn Cursor ohne Privacy Mode eingesetzt und eingespeiste Daten zum Training genutzt werden, ist zu klären, ob die Betroffenen (z. B. Kunden, deren Daten im Code stehen) über diese Weiterverwendung informiert wurden und ob eine Rechtsgrundlage dafür besteht.
Nachvollziehbarkeit
Reviewer
ai-research / claude-sonnet-4-6